Sprich zu dir, als würdest du mit jemandem reden, den du liebst.

Brené Brown

 

Hast du schon Mal darauf geachtet, wie du mit dir selbst sprichst? Denkst du über dich «Oh, ich sehe aber gut aus!», wenn du in den Spiegel schaust? Oder konzentrierst du dich auf deine Zellulite und schämst du dich, weil du nicht makellos aussiehst? Beendest du deinen Arbeitstag mit einem selbstsicheren Gefühl über die Dinge, die du erreicht hast, oder gehst du innerlich alle Fehler und Pannen durch? Machst du eine neue Bekanntschaft und freust dich, zu sehen, was daraus entstehen könnte, oder überzeugst du dich selbst davon, dass diese Person nie an dir interessiert sein wird? Wenn du etwas vermasselst, gibst du es zu, nimmst Vergebung an und gehst weiter vorwärts? Oder sagst du dir selbst, du seist schrecklich und der Liebe nicht würdig?

Wir bekräftigen mit unseren täglichen Gedanken über uns dauernd, wer wir sind. Das, was wir in unseren Gedanken zu uns selbst sagen oder über uns denken, bildet unsere Identität und formt unsere Perspektive und Einstellung zur Welt um uns herum. Was wir über uns selbst denken ist von grosser Bedeutung und wie wir zu uns selbst sprechen hat die Kraft, uns unser Potential bewusst zu machen oder aber unseren inneren Wert zu sabotieren.

Denke doch mal, was du jemandem sagen würdest, der seine Ehefrau oder seine Arbeitskollegin dauernd mit Namen wie «dumm» oder «hässlich», «nicht gut genug», «Versager» oder «Idiot» betitelt. Dieses Verhalten könnte man als verbalen Missbrauch bezeichnen, oder? Denke darüber nach, wie du dich selbst in deinen Gedanken betitelst. Gibt es da wohl noch Potenzial, wie du in deiner inneren Konversation zu einem Ermutiger und guten Freund von dir werden kannst, der dich lobt und gut über dich spricht?

Negative innere Gespräche, in denen wir uns selbst herabkanzeln, sind giftig für unsere Seele, genau gleich wie verbale Angriffe in allen Beziehungen. Beginn heute, dich mit deinen negativen Botschaften an dich selbst, die weder Empathie noch Mitgefühl haben, zu befassen uns diese zu eliminieren. Eine liebevolle, positive Konversation mit uns selbst in unseren Gedanken meint nicht, dass wir unsere Fehler nicht anerkennen und blind sind für unsere Schwächen. Wir können ehrlich sein, wie wir über uns denken, aber wir dürfen uns gegenüber auch freundlich sein. Wenn wir liebevoll Wahrheiten über uns aussprechen, werden wir aufblühe und unsere Handlungen werden zeigen, dass wir unseren Wert verstehen. Das bringt uns zum Strahlen.

So könnte deine Konversation mit dir selbst aussehen:

Ich bin brillant – einzigartig gemacht und göttlich zusammengesetzt. Ich bin mit der Fähigkeit ausgestattet, ein Licht auf dieser Welt zu sein. In mir stecken Güte und Freundlichkeit, Mut und Ausdauer. Mein Inneres zeigt viele Facetten und unfassbares Potential. Ich bin mit einer Bestimmung geschaffen, ich bin geboren, um zu leuchten.

Herausforderung

Welcher negative Gedanke bist du bereit, mit einer liebevollen Wahrheit über dich selbst zu ersetzen? Schreibe diesen auf. Dann streiche den negativen Gedanken durch und schreibe darunter die positive Wahrheit darüber, wer du wirklich bist.  Nimm dir diese Woche vor, explizit die Kontrolle über deine Gedanken zu übernehmen. Wann immer du zu deinen alten negativen Gedanken über dich selbst zurückkehrst, rufe dir die Übung ins Gedächtnis, die du soeben gemacht hast. Dann sage dir nochmals die liebevolle Wahrheit, wie du wirklich bist.