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Dich, Herr, will ich loben von ganzem Herzen, von all deinen Wundern will ich erzählen. Über dich will ich mich freuen und jubeln, zur Ehre deines Namens ein Lied singen, du Höchster! Denn jetzt treten meine Feinde den Rückzug an, dein zorniger Blick wirft sie zu Boden und lässt sie umkommen. Du hast für meine Gerechtigkeit gesorgt und mir zu meinem Recht verholfen. Du hast dich auf den Richterstuhl gesetzt und gerecht geurteilt. Du hast ganze Völker in ihre Schranken verwiesen, die Gottlosen hast du umkommen lassen und ihre Namen für immer und ewig ausgelöscht. Der Feind ist völlig vernichtet, seine Macht für immer zerschlagen. Du hast seine Städte dem Erdboden gleichgemacht; nichts erinnert mehr an sie. Der Herr aber regiert für immer und ewig, er hat seinen Thron zum Gericht aufgestellt. Er selbst wird die Welt in Gerechtigkeit richten, wird den Völkern ein aufrichtiges und gerechtes Urteil sprechen. Den Unterdrückten gewährt der Herr seinen Schutz, in Zeiten der Not ist er für sie eine Burg in sicherer Höhe.

Psalm 9,2-10

Sei dankbar – das war das Thema unseres Gesprächs. Vier Frauen haben über diesen Begriff gesprochen. Sie haben ausgetauscht, was sie im Bibelabschnitt aus Psalm 9.2-10 angesprochen hat und wie sie Dinge davon in ihrem Alltag leben. Daraus entstanden ist ein kostbarer Text aus dem Leben dieser wunderbaren Frauen.

Welcher Vers spricht dich besonders an und aus welchem Grund?

 

Brigitte: Vers 2 „Herr ich will dir von ganzem Herzen danken und von deinen Wundern erzählen.“ Ich nehme die Wunder Gottes in meinem Leben schon wahr und bei zahlreichen Ereignissen ist mir Gottes Wirken voll bewusst. Doch beim Lesen des Verses wurde mir klar, dass ich kaum von diesen Wundern in meinem Leben erzähle. Eher behalte ich sie für mich und manchmal geraten sie fast in Vergessenheit. Hätte Gott jedoch nicht auf wundersame Weise zu mir gesprochen – auch wenn ich ihn noch nicht persönlich kannte – dann wäre ich heute nicht mehr am Leben. Für sein Eingreifen in mein Leben bin ich ihm unglaublich dankbar.

 Doris Vers 2+3 „Ich freue mich über dich und juble dir zu. Ich singe zu deiner Ehre und preise deinen Namen du höchster Gott.“ Das ist es, was der Worship mir bedeutet. Dass ich in dieser Form den kraftvollen Namen Gottes aussprechen kann und mit den Texten von den Wundern erzählen kann, die Gott bereits getan hat und künftig noch vollbringen wird.

Esther: Vers 10 „Den Unterdrückten gewährt der Herr seinen Schutz, in Zeiten der Not ist er für sie eine Burg in sicherer Höhe.“ Dieser Vers beinhaltet für mich ein starkes Bild. Kann ich dem Druck des Alltags & des Lebens mit allen Herausforderungen kaum mehr standhalten, so hat Gott schon längst vorgesorgt um mir Schutz und Sicherheit zu geben. Seine sichere Burg steht bereit. Das Einzige was nötig ist, ist meine Entscheidung in die Burg zu gehen oder noch besser gleich dort zu leben. Möglicherweise kostet es mich Kraft, da sie in der Höhe liegt. Doch es lohnt sich garantiert, den Berg zu erklimmen und mich in Gottes Schutz zu bergen.

Anja: Vers 10 „Den Unterdrückten gewährt der Herr seinen Schutz, in Zeiten der Not ist er für sie eine Burg in sicherer Höhe.“ Wann und wo werde ich eine Anstellung nach der Ausbildung finden? Diese Frage beschäftigt mich in der aktuellen Zeit mit den zahllosen Unsicherheiten sehr. An dieser Zusage festhalten zu können und Gott im Voraus dafür zu danken, dass er einen Plan für mich hat, hilft mir sehr. Ich bin dankbar dafür, bei Gott in Sicherheit zu sein und mich seiner Führung anvertrauen zu können.

 

Welche wunderbaren Taten hat Gott in deinem Leben vollbracht?

Doris: Als ich auf unserem Bauernhof einen 4-Meter Sturz von der Heubühne in ein Dosiergerät ohne Brüche und bleibende Schäden überstand, hat Gott sein eindrückliches Wirken sehr deutlich offenbart. Weder die Rettungskräfte noch die anwesenden Leute hätten es für möglich gehalten, dass ich mich vollständig von dem Sturz erholen würde. Auch der Heilungsprozess ist ein grosses Wunder, verlief dieser doch sehr gut und erstaunlich schnell. Gerade in dieser Zeit war Worship für mich wertvoll und es erfüllt mich noch heute mit grosser Dankbarkeit, dass ich am Leben sein darf und es mir gut geht.

Gerade in dieser Zeit war Worship für mich wertvoll und es erfüllt mich noch heute mit grosser Dankbarkeit, dass ich am Leben sein darf und es mir gut geht.

Doris

Esther: Bei mir sind es vor allem die vielen kleinen Wunder und Fügungen im Alltag, die mich begeistern und dankbar stimmen. Selten können wir uns auf alles vorbereiten, was ein Tag mit sich bringt und fehlerfrei durch 24-Stunden zu kommen grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit. Mir Gottes Präsenz bewusst zu sein, auf sein Wirken zu vertrauen und es auch zuzulassen weckt Demut in mir. Oft darf ich staunend auf einen gelungen Tag zurückblicken, den definitiv nicht ich gestaltet habe sondern Gott.

Brigitte: Auch in meinem Alltag als alleinerziehende und berufstätige Mama von zwei Jungs ist mir Gottes Führung immer wieder bewusst. Für mich ist es nicht selbstverständlich, dass der Spagat zwischen Familie, Beruf und meinen persönlichen Bedürfnissen in den vergangenen Jahren so gut gelingen konnte. Es erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit, dass die zahlreichen Herausforderungen so gut gemeistert werden konnten.

Anja: Mich begeistern die Veränderungen, die Gott in mir – an meiner Persönlichkeit – bewirkt hat. Aufgewachsen in einer christlichen Familie, hat mich die Scheidung meiner Eltern stark gefordert und auch geprägt. Eine Folge der Trennung war, dass wir nicht mehr regelmässig eine Kirche besuchten. Als ich dann die HOPE & LIFE Church entdeckte und wieder öfter eine Celebration besuchte, begann ein Prozess der Veränderung. Dieser blieb auch meinem Bekanntenkreis nicht verborgen. Von verschiedenen Seiten erhielt ich Rückmeldungen, dass ich unbeschwerter wirke und umgänglicher geworden bin. Dankbar bin ich, dass ich die bedrückenden  Gedanken loswerden konnte und dass ich Teil einer Kirche sein darf, die mich so positiv prägt.

 

Hast du erlebt, wie Gott deine Feinde oder schwierige Situationen etc. in die Flucht geschlagen hat?

Brigitte: Ich hatte Feinde, die von Gott in die Flucht geschlagen wurden. Dies waren nicht Feinde in menschlicher Form – sondern solche wie Neid, Furcht, Existenzangst und Sorge um die Zukunft. Mit Gottes Hilfe konnte ich mich von diesen befreien und wenn sie manchmal zurückkehren wollen, berufe ich mich auf Gottes Zusagen und damit gelingt es, sie abzuwehren.

Wenn Neid, Existenzangst oder Sorgen manchmal zurückkehren wollen, berufe ich mich auf Gottes Zusagen und damit gelingt es, sie abzuwehren.

Brigitte

Anja: Für mich waren Vergleichen und das Gefühl von Einsamkeit schwierige Themen. Als ich wegen der Lehrstelle aus meiner vertrauten Umgebung wegzog, hatte ich viel freie Zeit. Es dauerte eine Weile, bis nicht mehr das Gefühl der Einsamkeit vorherrschend war und ich diese Zeit als gewinnbringend nutzen konnte.

Esther: Gott mutet uns Menschen zu, die uns herausfordern und mit denen nicht auf Anhieb oder gar kein konstruktives Miteinander gelingen will. Solche Begegnungen bringen die dunklen Seiten unseres Charakters ans Licht. Wage ich dann den Blick in den Spiegel und bin ich bereit mich mit der Hilfe stacheliger Persönlichkeiten verändern zu lassen? Bin ich nicht selber manchmal mein grösster Feind und stehe mir im Weg?

 

Hast du erlebt wie Gott dir Recht verschaffen hat, wo du Ungerechtigkeit erfahren hast?

Doris:  Ich erinnere mich, mal Teil eines Teams gewesen zu sein, in dem ich den Eindruck hatte, nicht entsprechend meiner Fähigkeiten mitarbeiten zu können. Meinen Wunsch nach einer passenderen und spannenderen Aufgabe und einer gerechteren Verteilung deponierte ich bei Gott. Danach fand ich Ruhe und es gelang mir, treu den aktuellen Dienst zu leisten. Als dann die ersehnte Veränderung kam, durfte ich – dankbar für Gottes Führung – einer spannenderen und cooleren Aufgabe nachgehen.

Auch auf dem Hof durften wir schon erleben, wie Gott nach zahlreichen Tiefschlägen und negativen Vorkommnissen an unserer Seite war und es nicht zuliess, dass wir in grössere Schwierigkeiten gerieten. Im Wissen darum, dass Gott für unser Wohlergehen sorgt, gelang es uns diese schwierigen Monate durchzustehen und am Wissen um eine gute Fügung festzuhalten. Sein Segen wird kommen!

 

Wie erlebst du im Alltag, dass Gott für dich kämpft?

Doris: Neue Aufgaben und Situationen lösen in mir eher Angst und Verunsicherung aus. Meine Gedanken spielen dann verrückt und es ist ein Kampf, mich gegen das schlechte Denken über mich als Person und meine Fähigkeiten zu wehren. In solchen Momenten spreche ich Gottes Sieg über die dunklen Mächte laut aus. Ich rufe mit Gottes Zusagen über mich und mein Leben in Erinnerung. So finde ich in eine Ruhe und kann gelöster meinen anvertrauten Aufgaben nachgehen.

Brigitte: Wenn sich bei mir eine depressive Phase ankündigt, darf ich mittlerweile immer besser mit Gottes Hilfe Gegensteuer geben. Gott hat mich genau so geschaffen, wie er mich wollte und er hat einen guten Plan für mein Leben. Diese Gewissheit gibt mir Sicherheit und schafft die Voraussetzung, zermürbende Phasen auszuhalten und innerhalb kürzerer Zeit einen Weg daraus zu finden. Ich stelle fest, dass mich der gemeinsame Weg mit Gott selbstsicherer werden lässt. Am Abend alles bei Gott deponieren zu können hilft mir, unbeschwerter durchs Leben zu gehen.

Anja: Gott ist meine Sicherheit im Alltag. Es kommt nicht auf meine Leistung drauf an, sondern auf meine Herzenshaltung. Er kennt mein Herz und ich kann nie tiefer fallen als in seine Hände. Ich darf jederzeit wissen, dass er für mich sorgt und einen guten Plan für mich hat.

Gott ist meine Sicherheit im Alltag. Es kommt nicht auf meine Leistung drauf an, sondern auf meine Herzenshaltung.

Anja

Esther: Gott ist stets an unserer Seite. Mir dieser Tatsache immer bewusst zu sein, trägt mich durch jeden Tag. Egal welche Up`s & Down`s dieser bereit hält. Mit Gott in den Tag zu starten hilft mir, ihn an meiner Seite zu wissen und auf sein aktives Mitwirken zu vertrauen. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes der Fels in der Brandung.

Wie trainierst du deine Dankbarkeit?

Anja: Indem ich abends auf den Tag zurückblicke und es nicht für selbstverständlich ansehe, dass Tage toll gelingen. Zudem sehe ich auch in kleinen Begebenheiten den Segen Gottes.

Doris: Beim Beten am Morgen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, Gott in erster Linie zu danken für all das Positive in meinem Leben. Es ist genial zu sehen, wie gut unser Alltag und unser Familienleben gelingen. Auch die Schöpfung beeindruckt mich immer von Neuem. Erst nach einer Zeit des Dankens folgen meine Bitten und Anliegen.

Esther: Freude am Leben zu zeigen ist für mich ein Zeichen der Dankbarkeit. Sich mit Begeisterung und Zuversicht dem zu stellen, was ein Tag mit sich bringt, wirkt ansteckend. Es kann wertvolle Gespräche herbeiführen über all das Positive, das unser Leben bereichert und nicht einfach so selbstverständlich ist. Die grandiose Schöpfung versetzt mich immer wieder in Erstaunen und es ist ein Genuss, sich darin zu bewegen.

Freude am Leben zu zeigen ist für mich ein Zeichen der Dankbarkeit.

Esther

Brigitte: Ich trainiere meine Dankbarkeit, indem ich bereits im Voraus für die Anliegen meinen Dank ausspreche. Alles was ich mir wünsche und womit ich rechne, deponiere ich dankend bei Gott. So nehme ich diese Sachen bewusster wahr und erkenne sie dann viel besser, wenn sie eintreffen. Auch die Natur löst bei mir grosse Dankbarkeit aus und begeistert mich jeden Tag neu.

Gott sitzt auf dem Thron – er regiert für immer und ewig – was bedeutet dies für dich?

In dieser Frage sind sich alle vier Frauen einig: Sicherheit! Alle fühlen sich bei Gott geborgen. Er ist für jede einfach da, hat Zeit, man kann sich anlehnen und zur Ruhe kommen. Dieses Bild zeigt zudem Gottes Souveränität, er steht über allem und allen. Es weckt die Gewissheit, dass nichts geschieht, ohne dass Gott es zulässt.

 

 

Diese Frauen waren am Gespräch dabei

Doris: 43-jährig/ Beruf: Bäuerin, Hausfrau, Floristin / verheiratet, zwei Söhne / Hobbys: Musik, kreativ sein

Anja: 19-jährig / Beruf: Lernende Kauffrau / Hobbys: Ich bin gerne draussen, Musik

Esther: 45-jährig / Beruf: Lehrerin / Hobbys: aktiv die Natur geniessen, reisen, mit Freunden Kaffee trinken, Neues entdecken.

Brigitte: 49-jährig / Beruf: Drogistin / zwei Kinder / Hobbys: lesen, velofahren, backen, käfele mit Freundinnen

 

Redaktorin: Esther